Winter Ade

Ein Wirbelsturm in meiner Brust
Obwohl Du noch nicht gehen musst.
Langsam ballte er sich auf
Sog Nieren, Lungen, Leber und mein Herz auf.
Wüste Leere lässt er nun zurück.
Ich bin nicht mehr in einem Stück.

Seichter Wind weht durch die Luft,
Dabei trägt er Deinen Duft
Durch Städte, Straßen, Wälder weit
Schier von heut bis in die Ewigkeit.
Und kurz bevor ichs schon vergess
Bringt er mir Dein Innerstes.

Warmer Regen prasselt hinab,
Wäscht die Masken von uns ab.
Jedes verschlafene Blinzeln, jedes Lachen
Wird uns nie wieder glücklich machen.

Es fließt herunter und das „Wir“ geht unter.

Nun bin ich alleine und leer.
Das Wetter interessiert mich schon lange nicht mehr.
Links, rechts, vorne, hinten, oben und unten
Sind Wände, denn die schützen vor Wunden.
Zurück bleiben bloß Narben
Und nie wieder Farben.

Alles ist weiß.
Weiß?

Eine flüchtige Idee
Und schon fällt der Schnee.
Erbarmungslos fallen die Flocken,
Sie beginnen mich zu locken
Durch die Tür, die in der Wand ist.
Die Tür, hinter der Du bist.

Und irgendwann,
Nach einem langen Gang,
Komme ich an.
Und es ist Sommeranfang.
So grelle Farben,
So süßer Duft,
Ein lauer Abend
In warmer Luft.
So lang war ich fort,
Jetzt hüllt es mich ein.
An diesem Ort
Bin ich wieder Dein.

Kommentare