Mein Inneres
Es tut weh —
Eins erst vorbei
Und ich bereite mich schon auf das Nächste vor.
Lass mich gehn —
Hab keine Zeit.
Muss wachsam sein, sonst schieß ich noch ein Eigentor.
Magen und Füße haben Plätze getauscht.
Und das, was mich sonst so berauscht
Hat kaum noch Wirkung auf mich.
Wirkt fern, absurd, fast lächerlich.
Wann habe ich meine Träume verloren?
Ich bin doch als Mensch geboren.
— Hatte Gefühle, Liebe, Fantasie
Davon bleibt nur die Melancholie.
Es schmerzt —
Hab ich gestern noch so beherzt
Den Moment genossen.
Vergangenheit —
Ist in sich Unendlichkeit.
Zu viele Tränen wurden vergossen.
Doch jetzt sind keine Tränen da,
Bin mir selbst unnahbar.
Ist da noch was in mir drin?
Wie die Freude, die hatte ich als Kind.
Doch eins ist rum.
— Das Nächste ist dran.
Vielleicht geht es ja um.
Ich komm an mich heran.
Es betäubt —
Und obwohl sich alles in mir sträubt,
Lass ich nichts raus, alles nur rein.
Zukunft —
Gegen alle Vernunft
Wird es irgendwann die Suche sein.
Vielleicht wird die Leere weichen,
Die Dunkelheit erbleichen.
Die Farben kommen zurück
Und irgendwann auch – vielleicht – das Glück.
— Doch bis dahin
Ist es düster in mir drin.
Irgendwo sind die Emotionen
Ich werde sie mir wiederholen.
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